Meister der Erinnerung

Verlag: LYSANDRA BOOKS VERLAG

ISBN/EAN: 9783946376576

Sprache: Deutsch

Umfang: 614 Seiten

Erschienen am 11.03.2019

Format: Buch, EPUB

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Klappentext

Erinnerungen sind Magie.

Erinnerungen geben den Zauberern Isdras mehr Macht als jede Waffe und jede Maschine auf dieser Welt. Doch der Orden von Tall Zadorn missbraucht diese Macht, um die Schatten der Vergangenheit zu erwecken. Die einzigen, die mächtig genug sind, sich gegen den Fürsten von Tall Zadorn zu erheben, sind die Brüder Holrit. Mit ihrer Streitmacht fordern sie die Diener des Dunklen Herrn heraus und streben nach der Herrschaft über die Dynastie.

Der Taschendieb Jad’her aus Makhadeva wird in die Kämpfe hineingezogen, als ihm ein Unbekannter einen Zettel zusteckt und gleich darauf vor seinen Augen stirbt. Jad’her muss fliehen und begibt sich zusammen mit seinen Gefährten auf die Suche nach dem Wort des Schöpfers – einer Macht, die die Welt verändern kann. Aber wird er die Aufgabe meistern, oder kommt ihm der Dunkle Herr zuvor?

»Du kannst doch nicht dorthin wollen, nur weil eine Legende davon erzählt?«, rief Alat’hea empört.

Die Vernunft sagte Jad’her, dass seine Schwester recht hatte, aber es fühlte sich richtig an. Niemals zuvor hatte er Makhadeva verlassen, daher war ein Ort so gut wie der andere.

»In jeder Legende steckt ein Körnchen Wahrheit. Wer weiß, was ich finde, wenn ich nach Wolantha Gort gehe.«

Kapitel 7, Erstes Buch

Personen

Jad’her Dawein

Jad’her ist ein junger Mann, der in Makhadeva als Taschendieb versucht, über die Runden zu kommen.

Neugierige Blicke richteten sich auf ihn, und er fluchte leise. Aufsehen konnte er am Allerwenigsten gebrauchen, und die Darbietung des Händlers leistete für gewöhnlich gute Dienste, um die Passanten abzulenken. Aber jetzt kannten sie sein Gesicht. Er schob eine widerspenstige blonde Strähne aus dem Gesicht und ging weiter. Hier sollte er besser nichts mehr unternehmen.

Kapitel 1, Erstes Buch

Ein paar Schritte entfernt, neben einem Stand mit Gewürzen, wartete Michal, ein zäh aussehender junger Mann, kaum älter als Jad’her. Er trug dieselben abgetragenen Hosen und eine Jacke, die ihn vor der Kälte schützte. Die ungeschnittenen, schwarzen Haare reichten bis zu den Schultern. Seitdem Jad’her für die Gilde arbeitete, begleitete Michal ihn.

Kapitel 1, Erstes Buch

Daryen Holrit

Daryen ist der jüngere Bruder der Familie Holrit. Zusammen mit Nayel Holrit führt er die Geschäfte der Familie in Tannheim.

»Jetzt trink!«, forderte Daryen ihn auf. »Wann bekomme ich schon mal die Gelegenheit, unser Haus zu verlassen?«

Tanikaya starrte ihn missmutig an. »Ich bin immer noch der Meinung, dass es ein Fehler war, in die Stadt zu gehen. Die Familie Holrit hat nicht nur Bewunderer.«

Ausgelassen lachte Daryen. »Ach, was soll passieren«, gab er selbstsicher zurück. »Glaubst du, in die Stadt meiner Familie wagt sich ein Ritter des Ordens?«

Kapitel 2, Erstes Buch

Manchmal fragte sich Daryen, ob er sich auch einen dichten Vollbart wie sein Bruder wachsen lassen sollte. Sein glattrasiertes Gesicht verlieh ihm das Aussehen eines jungen Mannes, obwohl Nayel nur vier Jahre älter war. Früher hatten manche Verwandte sie für Zwillinge gehalten. Heute bestand diese Gefahr nicht mehr.

Kapitel 4, Erstes Buch

Karl Ingwi

Karl ist ein Söldner, der auf ganz Isdra Aufträge annimmt, aber sich nie zu Grausamkeiten hinreißen lässt.

»Wenn ich ihn persönlich mit der Geschichte meines Lebens langweile, denkt er vielleicht noch, dass ich anmaßend und selbstgefällig bin. Nun los, fang endlich an.«

Nyngrim zögerte, begann dann aber mit ruhiger Stimme zu berichten. »Ich will nicht viel über Karl sagen. Nur soviel, er wurde auf der Insel Dhazun geboren, bei den Sarak. Er lebte in ihrer Welt von Kampf und Ehre und Tod, bis er alt genug war, um selbst zu kämpfen. In jedem Herrscherhaus auf den Inseln weiß man um seine Fähigkeiten und schätzt sie hoch.«

Kapitel 7, Erstes Buch

»Ein Söldner will direkt mit dem Oberhaupt der Familie sprechen«, erwiderte der Diener mit zitternder Stimme.

»Wie heißt er?«, fragte Daryen.

»Er wollte seinen Namen nicht nennen. Er sagte, wenn man ihn nicht erkennt, dann hat man auch kaum das Geld, ihn zu bezahlen.«

Kapitel 5, Zweites Buch